Liebe Musikfreunde,

 

erinnern Sie sich an den Sommer und den Herbst 1989, wie Sie ihn damals, vor nunmehr 30 Jahren, erlebt haben?
Ich will Ihnen ein kleines Stück meiner Geschichte erzählen:

Im Sommer 1989 war ich, wie auch die Jahre zuvor, mit Freunden unterwegs, über Budapest weiter ins politisch finstere, landschaftlich aber wunderschöne Rumänien. Mit dem Rucksack auf dem Rücken wollten wir, wie auch in den Jahren zuvor, in den Fagarash. Bei einer Zugfahrt in Rumänien haben wir zwei junge Frauen aus Barcelona kennengelernt. Die ganze Fahrt über haben wir versucht, miteinander zu reden, uns mit Gesten, mit Händen und Füßen, uns irgendwie zu verständigen und zu verstehen.
Und ich erinnere mich heute noch an mein Erschrecken, als mir klar wurde: Ich weiß nichts von Barcelona! Ich weiß nichts von Spanien, nichts von dessen Kunst und Kultur, ich kenne keine spanische Musik und keine spanischen Land-
schaften, weiß nichts von den Menschen, die dort leben.

Dieses Land werde ich, wie so viele andere, wohl niemals sehen.

Und ich fragte mich in diesen Tagen und Wochen, wie so viele andere wohl auch, immer wieder: Was kann, was soll, was muss ich tun? Auch abhauen, vielleicht über Ungarn, wie einige meiner Freunde es vorhaben?


Doch Abhauen hieße, alle Wurzeln meines Lebens zu kappen in dem (damals sicher scheinenden) Wissen, dass dies ein Schritt und ein Abschied für immer sei. Dableiben aber hieße, sich wieder und dazu noch freiwillig (und auch
da gefühlt: für immer) in das große Gefängnis dieser kleinen, sich selbst eingemauerten DDR zu begeben.
Was für ein Konflikt! Mir schien damals beides unmöglich.

Doch entscheiden musste sich jeder.


Frei sein! war deshalb der alles dominierende Geist im Oktober 1989.

Freiheit! Für offene Grenzen! Für Demokratie!  
Für Meinungsfreiheit! Pressefreiheit! Reisefreiheit!

Das haben wir damals erkämpft. Friedlich, aber bestimmt.


Ohne diese Geschichte gäbe es heute vieles nicht, auch nicht diese Konzertreihe, die im Herbst 2019 ins 15. Jahr geht.


Natürlich weiß ich, dass vieles in diesem Deutschland und diesem Europa

alles andere als perfekt ist. Aber es ist veränderbar, durch uns, denn es ist eine Demokratie. Die dürfen wir uns nie wieder nehmen oder schlechtreden lassen, insbesondere nicht von denen, die ihre alten Ideen immer wieder

auf Nation, auf Rasse und Abstammung gründen.
Deshalb meine Bitte an uns: Wählen wir zur Landtagswahl im Herbst keine Nationalisten und rechten Populisten, die uns nur ihre Angst vor der Welt, oder, schlimmer noch, ihren Hass auf alles scheinbar Fremde anzubieten haben. Die Voraussetzung von Freiheit ist: keine Angst. Wir brauchen keine neuen Grenzen und keine neuen Mauern, hinter denen wir uns verstecken

und das Leben in seiner Fülle verpassen.

Angst ist kein Ratgeber. Hass ist kein Problemlöser.

Unsere Welt ist ein Ganzes, sie ist groß und rund und wie wir Menschen

bunt und vielfarbig, aber auch verletzbar.
Darum sollten wir achtsam sein, mit unserer Welt ebenso wie bei der demokratischen Form unseres Zusammenlebens.


Mit den besten Grüßen, Ihr Andreas Grosse

 

 

 

PS:

Es gibt einen Werbetrailer, der demnächst in einigen ausgewählten Kinos in Dresden zu sehen sein wird. Wer will, kann ihn hier schon sehen:

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A K T U E L L E S

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19.06.2019

 

Die neue Broschüre,

wird grad gedruckt und ab kommende Woche versendet und verteilt.

SIE wollen sie auch haben?
Schreiben Sie mir eine mail.

Die danach kommende Ausgabe wird für den Zeitraum DEZ 2019 bis FEBRUAR 2920 erarbeitet.

Erscheinen wird sie Anfang NOV.

 

Anzeigenanfragen und -wünsche für diese kommende Ausgabe senden Sie bitte per mail an info@mzdw.de 

 

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Der FOLKER wird ZWANZIG.

Wir gratulieren!

Aus diesem Anlaß durfte ich einen kleinen Beitrag schreiben. Den gibt es hier:

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20.04.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

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30.01.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

 

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08.11.2016

Straßengezwitscher e.V. und ScottyScout veröffentlichen

"ORTE DER DEMOKRATIE IN DRESDEN" - der etwas andere Dresdner Stadtführer.

Mit dabei: MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN

Wer es nachlesen will -

Klick aufs Bild!

 

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01.10.2015

Die neue SAX ist da - mit

einem Artikel zu "10 Jahre

"Musik zwischen den Welten"

Und hinten im Heft gibt es das Plakat "Mein Name ist Mensch!" - Find ich toll!

Herzlichen Dank an die SAX!

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18.09.2015

Die zweite Auflage des Plakats Mein Name ist Mensch ist erschienen. Mit dabei sind nahezu alle Künstler, die bis Jahresende 2015 bei MZDW musizieren.

Die Plakate werden bei den Konzerten zur Mitnahme ausgelegt. Um eine Spende

wird dringend gebeten - diese kommt der Arbeit des Hilfsvereins ARCHE NOVA zugute.

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15.03.2015

Als Reaktion auf die politische Situation in Dresden entwickelte ich Ende letzten Jahres unten stehendes Plakat.

 

Die erste Auflage in Höhe von 1.000 Exenmplaren war schnell vergriffen. Zu Beginn der neuen Saison wird es eine zweite Auflage geben.

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07.03.2014

Zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Deutschland -

Von Migration und Vielfalt" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden sprach Dresdens Oberbürgermeisterin Helma

Orosz in ihrem Grußwort u.a.:


"Beispiele für ein gelungenes Miteinander gibt es jede Menge..." Die dann folgende Aufzählung einiger integrativ wirkender Projekte endet mit:
"Und so hat die Konzert-

reihe MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN das wohl treueste Stammpublikum."


Fein!

Dieser Blumenstrauß geht an SIE - an das nicht nur treueste, sondern auch freundlichste, interessierteste und überhaupt beste Publikum, welches man nur haben kann ;-)
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29.08.2013
Interview aus den DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
 

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05.11.2012

Laut Einschätzung der Musikzeitschrift FOLKER (Ausgabe 11/12 2012) präsentiert MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN "seit Jahren das beste Welt- und Folkmusik-

programm Deutschlands".  

 

Danke für die Blumen!

Der Artikel schließt mit dem

etwas tapsig formulieren Aufruf

"... wenn Ihr in der Dresdner

Kante seid, die Konzerte besuchen!"

 

Das ist sicher keine schlechte Idee, der ich mich hiermit gern anschließen möchte ...

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      MEIN NAME IST MENSCH.

Klick auf das Bild!

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