Liebe Musikfreunde,

 

Was ist das für ein verrücktes Jahr -

denke ich manchmal, dabei hat es kaum angefangen.
In immer mehr Ländern machen sich Mauerbauer breit, Angstmacher, Schuldzuweiser, meist nationalistisch geprägt, manche scheinen ebenso engstirnig zu sein wie größenwahnsinnig.

Und doch sind es weniger die großen Staatenlenker, die mir Sorgen bereiten, mir reichen da schon die kleinen deutschen Wutbürger in meiner Heimat.
In den sozialen Medien wie in der Realität entladen sie ihren Rassismus.

Meine Tageszeitung meldete Ende 2016:
„Nach rassistischen Beleidigungen im Alltag haben vier Schauspieler und Sänger ihre Verträge am Theater Altenburg-Gera nicht verlängert. Die Künstler, die in Gera und Altenburg lebten, hätten die veränderte Stimmungslage für ihren Entschluss angegeben. Sie seien auf der Straße und im Zug aufgrund ihrer Hautfarbe oder Sprache angefeindet worden.“
Ich musste die knappe Nachricht zweimal lesen, um das Ungeheuerliche zu begreifen. Denn das geschieht hier, heute, mitten unter uns.

Und wir sollten uns klar werden, was es bedeutet:

 

Wer in rassistischen Kategorien denkt, dabei unverblümt das Lebensrecht anderer in Frage stellt, wer dabei gar zu Mord und Totschlag aufruft, der ist nicht in der Demokratie zu Hause, der wünscht sich eine Diktatur.  


Als im Januar 1994 der sizilianische Sänger & Musiker Pippo Pollina erstmals in einem eigenen Konzert in dieser Stadt auftrat, da waren noch nicht mal fünf Jahre vergangen seit dem Mauerfall. Die größte Euphorie darüber war vielleicht schon etwas verflogen, doch die Hauptsache: Wir waren endlich Weltbürger geworden! Endlich hatten wir, nicht mehr ummauert, ein Stück von der Welt gesehen, andere, fremde Menschen kennengelernt und diese auch bei uns begrüßt. Erinnern Sie sich? Ich jedenfalls weiß noch, wie mein Herz schlug, als ich im Sommer 1990 auf der Akropolis stand.
Wenn Pippo im Mai 2017 wieder nach Dresden kommt, welche Stadt, welche Menschen werden ihm da begegnen?


Es liegt an uns, wie wir in Zukunft leben, ob wir den Demagogen gestatten, unsere Welt wieder klein zu machen und uns einzumauern in Angst und Hass, oder ob wir weiter an einem Miteinander arbeiten, wohl wissend, dass das nicht einfach ist, doch auch wissend, dass wir zusammen gehören, wir Menschen, weil wir Weltbürger sind.
Und außerdem ist das Leben doch viel reicher, viel schöner und beglückender, wenn wir es miteinander leben als gegeneinander; wenn wir unsere Kraft, unsere Energie, unseren Verstand und unsere Empathie für ein besseres Zusammenleben einsetzen statt dieses destruktiv zu verhindern.

Und was am Schönsten ist:

Wenn wir am Abend zusammensitzen, Musikerinnen und Musiker aus aller Welt aufspielen, um mit uns gemeinsam das Leben zu feiern.


Was kann das für eine tolle Welt sein - denke ich dann, denn eins ist klar:

Wir Menschen können zusammenfinden. Wenn wir es wagen.

Oder?  

                        

Mit hoffnungsvollen Grüßen - Ihr Andreas Grosse

 

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N  E  W  S

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30.01.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

 

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08.11.2016

Straßengezwitscher e.V. und ScottyScout veröffentlichen

"ORTE DER DEMOKRATIE IN DRESDEN" - der etwas andere Dresdner Stadtführer.

Mit dabei: MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN

Wer es nachlesen will -

Klick aufs Bild!

 

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08.08.2016

Bei cybersax hat der in seine schwedische Heimat zurückgekehrte STEFAN JOHANSSON einen Abschiedsgruß hinterlassen, wobei er auch diese Konzertreihe erwähnt.

Klick aufs Foto:

"Es gibt natürlich einige Höhepunkte, aber „Musik zwischen den Welten“, die Konzertreihe von Andreas Grosse war immer ein Fest und was ganz Besonderes.

Außerdem ist es die beste Weltmusikreihe, die Deutschland zu bieten hat und es war für mich eine Ehre, dort auftreten zu dürfen."

 

Danke, Stefan, für die freundlichen Worte!
Die Freude und die Ehre, Dein Dresdner Konzertveranstalter zu sein, liegt ganz bei mir.

 

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AUS AKTUELLEM ANLASS

Klick auf das Bild!

 

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01.10.2015

Die neue SAX ist da - mit

einem Artikel zu "10 Jahre

"Musik zwischen den Welten"

Und hinten im Heft gibt es das Plakat "Mein Name ist Mensch!" - Find ich toll!

Herzlichen Dank an die SAX!

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18.09.2015

Die zweite Auflage des Plakats Mein Name ist Mensch ist erschienen. Mit dabei sind nahezu alle Künstler, die bis Jahresende 2015 bei MZDW musizieren.

Die Plakate werden bei den Konzerten zur Mitnahme ausgelegt. Um eine Spende

wird dringend gebeten - diese kommt der Arbeit des Hilfsvereins ARCHE NOVA zugute.

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15.03.2015

Als Reaktion auf die politische Situation in Dresden entwickelte ich Ende letzten Jahres unten stehendes Plakat.

 

Die erste Auflage in Höhe von 1.000 Exenmplaren war schnell vergriffen. Zu Beginn der neuen Saison wird es eine zweite Auflage geben.

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07.03.2014

Zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Deutschland -

Von Migration und Vielfalt" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden sprach Dresdens Oberbürgermeisterin Helma

Orosz in ihrem Grußwort u.a.:


"Beispiele für ein gelungenes Miteinander gibt es jede Menge..." Die dann folgende Aufzählung einiger integrativ wirkender Projekte endet mit:
"Und so hat die Konzert-

reihe MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN das wohl treueste Stammpublikum."


Fein!

Dieser Blumenstrauß geht an SIE - an das nicht nur treueste, sondern auch freundlichste, interessierteste und überhaupt beste Publikum, welches man nur haben kann ;-)
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05.11.2012

Laut Einschätzung der Musikzeitschrift FOLKER (Ausgabe 11/12 2012) präsentiert MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN "seit Jahren das beste Welt- und Folkmusik-

programm Deutschlands".  

 

Danke für die Blumen!

Der Artikel schließt mit dem

etwas tapsig formulieren Aufruf

"... wenn Ihr in der Dresdner

Kante seid, die Konzerte besuchen!"

 

Das ist sicher keine schlechte Idee, der ich mich hiermit gern anschließen möchte ...

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