I n t r o

Liebe Musikfreunde,

 

„Wat dem Einen sin Uhl, is dem Andern sin Nachtigall“ - weiß ein altes norddeutsches Sprichwort zu berichten. Oder, mit etwas anderen Worten: „Allen Leuten Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“

Auch Musik ist davon nicht ausgenommen. Selbst Straßenmusik nicht,

die sich ja ganz unmittelbar sowohl dem freundlichen Lob als auch dem zornigen Unmut seiner Zuhörer stellt. Und ich kann mir schon vorstellen,

dass es nerven kann, wenn man als Anwohner oder Verkäufer in einem Geschäft über Stunden hinweg dieselben drei Melodien eines vielleicht nicht ganz perfekten Straßenmusikers ertragen muss.

Aber gäbe es da nicht andere Möglichkeiten der Klärung als eine Regelung,

in der Musiker gezwungen werden, eine kostenpflichtige Sondernutzungs-

genehmigung zu beantragen, um damit einen öffentlichen Platz zugewiesen zu bekommen, an dem sie dann ein paar Minuten lang spielen dürfen?

Was für ein Schildbürgerstreich!

 

Wenn ich nicht wüsste, dass das seit einigen Monaten gängige Praxis

in der Kunst- und Kulturstadt Dresden ist, würde ich glauben, der Meldung eines Satiremagazins aufgesessen zu sein.

Begründet wird dies mit Beschwerden von Anwohnern und Geschäfts-

treibenden - wahrscheinlich denselben, die uns beim Betreten ihres Geschäfts mit kitschiger Musik dauerberieseln, um uns in Kauflaune zu versetzen...

 

Egal ob in Tokio oder San Francisko, Madrid oder St. Petersburg, Straßenmusik gibt es in der ganzen Welt. Ihre Geschichte reicht über die Spielleute des Mittelalters und Wandersänger aus frühgriechischer Zeit bis in die Antike. Und wir wollen sie, im Namen von Ruhe und Ordnung, reglementieren, oder besser noch, gleich ganz verjagen?

 

Kennen Sie das Motto, unter dem sich unsere Stadt in den kommenden Monaten als kulturell innovative Metropole weltweit präsentieren will? „Dresden - weltoffene Stadt der Kreativen“.

Was für eine tolle Idee! Die Sondernutzungsgenehmigung für Künstler wirkt da allerdings kontraproduktiv wie ein schlechter Witz.

 

Wollen wir wirklich in so einer Stadt leben?

Dann würde ich empfehlen, konsequent auf einen passenderen Slogan zu setzen: „Dresden - umwerfend anders“.

 

Ich jedenfalls vermisse Musik und Straßenkunst in Dresden und

empfinde dies als einen Verlust an Lebensqualität. Ich halte es für falsch, wenn eine Behörde darüber befindet, wann und wo ein Künstler auf der Straße agieren darf.

Wenn es Ihnen ähnlich geht empfehle ich Ihnen die homepage www.openpetition.de - da gibt es noch bis Anfang 2015 eine offene Petition „Für freie Ausübung von Straßenkunst in Dresden“, in die Sie sich eintragen können.

 

Damit Dresden eine weltoffene Kunst- und Kulturstadt bleibt.

Und das für alle. Auch für Künstler.

 

In diesem Sinne und wie immer mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Andreas Grosse  

 

PS:
Auf dieser homepage gibt es ein Gästebuch. Gern können Sie dort Ihre Meinungen und Anregungen, Ihre Wünsche und Ihre Kritik, hinterlassen.

News

01.01.2015

A l l e   J a h r e   w i e d e r
hoffen wir auf ein glückliches neues Jahr bei guter Gesundheit, voll von Lebensfreude, Glück, Liebe und Erfolg.
Ich möcht uns dazu offene Herzen wünschen und klaren Verstand - auf dass wir die Herzlichkeit, den Mut und die Kraft aufbringen, denen zu helfen, die aus Krieg, Tod und Elend fliehen mussten.

In diesen Wochen, da hier in Dresden Tausende Menschen zur "Verteidigung des Abendlandes" auf die Straße gehen, schäme ich mich, Bürger dieser Stadt
zu sein. 
 
Ich weiss nicht, welche Werte die Demonstranten da verteidigen wollen, sicher aber sind es nicht die Werte des Abendlandes, denn die sind:

   Mitgefühl.
   Hilfsbereitschaft.
   Aufgeklärtheit.
   Toleranz.
   Humanität.
 
Daran sollten wir uns erinnern. Und nur daran sollten wir uns orientieren.
Ausgrenzung und Rassismus dürfen keinen Platz haben in unserer Welt.
 
Als Reaktion auf die Situation entwickelte diese Agentur obenstehendes Plakat, welches bei den kommenden Konzerten ausgestellt wird.
Außerdem wird es den Besuchern kostenfrei zur eigenen Verwendung angeboten.
 
___________________________

30.12.2014

Die neue Konzertbroschüre ist in Arbeit ...

Sie beschreibt die Veranstaltungen von

März bis Mai 2015.

Kontaktieren Sie mich,
wenn auch Sie zum Kreis
der Abonnenten gehören möchten.
 
Kontaktieren Sie mich auch dann, wenn Sie innerhalb dieser Broschüre eine KULTUR- oder GESCHÄFTSANZEIGE platzieren möchten. 

 

___________________________

 

07.03.2014
Zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Deutschland -

Von Migration und Vielfalt" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden sprach Dresdens Oberbürgermeisterin Helma

Orosz in ihrem Grußwort u.a.:


"Beispiele für ein gelungenes Miteinander gibt es jede Menge..." Die dann folgende Aufzählung einiger integrativ wirkender Projekte endet mit:
"Und so hat die Konzert-

reihe MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN das wohl treueste Stammpublikum."


Fein!

Dieser Blumenstrauß geht an SIE - an das nicht nur treueste, sondern auch freundlichste, interessierteste und überhaupt beste Publikum, welches man nur haben kann ;-)

__________________________

 

05.11.2012

Laut Einschätzung der Musikzeitschrift FOLKER (Ausgabe 11/12 2012) präsentiert MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN "seit Jahren das beste Welt- und Folkmusik-

programm Deutschlands".  

 

Danke für die Blumen!

Der Artikel schließt mit dem

etwas tapsig formulieren Aufruf

"... wenn Ihr in der Dresdner

Kante seid, die Konzerte besuchen!"

 

Das ist sicher keine schlechte Idee, der ich mich hiermit gern anschließen möchte ...

 

________________________


Start dieser homepage:
01.07.2012

Besucher seitdem: