Liebe Musikfreunde,

Das Leben stellt uns vor immer neue Herausforderungen, das einzig Beständige ist der Wandel.

Seit Februar 2022 ist Krieg in Europa. Ein nach Innen und Außen immer aggressiver auftretendes russisches Regime hat sein selbst immer wieder so genanntes "Brudervolk" überfallen, sein souveränes Nachbarland. Seitdem kämpfen die Menschen in der Ukraine um ihr Leben, um ihr Überleben: als Individuen, als Familien, als Gesellschaft, als Land.

Was tun in dieser fragilen Lage?
Ich habe mich entschlossen, weiterhin Konzerte zu planen. Die werden auf dieser homapage vorgestellt. 
Bei jedem Konzert wird die Möglichkeit sein, für die Menschen in der Ukraine zu spenden.
Das ist mir wichtig.

Dass das erste Konzert dieser Saison 2022 / 2023 mit PUSSY RIOT ein (im europäischen Exil lebendes) russisches Ensemble gab, das angstfrei und kompromisslos gegen die Gewalt und den Krieg dieser russischen Regierung ansingt, das empfinde ich als wegweisend, als richtig, als wichtig.


Denn wir dürfen den Mut nicht verlieren und die Hoffnung auch nicht. Ebenso nicht das Mitgefühl für die mit Krieg überzogenen und um ihr Über-Leben kämpfende Menschen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Andreas Grosse

(November 2022)

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Für die erste Konzert-Broschüre für diese Konzertreihe, erschienen im Herbst 2005, hatte ich diesen Text geschrieben - und grad wieder entdeckt:


(M)EINE KURZE
MUSIKALISCHE BIOGRAFIE


In den Sechzigern ...
hörte und sang ich das damals Übliche, von "Alle meine Entchen" bis "Hänschen Klein". Besonders angetan hatte es mir revolutionär-pathetisches Liedgut wie das "Lied vom kleinen Trompeter".

In den Siebzigern ...
hörte ich (gezwungenermaßen) BEETHOVEN, dessen Musik mein Vater liebte. Immer, wenn zum Jahresende hin im DDR-Fernsehen alle neun Symphonien zur Ausstrahlung gelangten, saß ich als Zehn- und Elf- und Zwölfjähriger ehrfuchtsvoll im Sessel neben ihm.
Meine Mutte liebte VERDI und PUCCINI. Unzerstörbar haben sich ihre unsterblichen Arien von abgespielten Schallplatten in meine Gehörgänge geknistert.

Etwas später entdeckte ich das jugendliche Kontrastprogramm. Zuerst nur DDR-Radio: RENFT. LIFT. PANTA RHEI. Die polnischen ANAWA.
Von russischen Störsendern flankiert durchbrachen Radio Luxenburg und Deutschlandfunk die bis dahin geschlossenen Grenzen. Mit dem Kofferradio unterm Kopfkissen lauschte ich den Feindsendern: Den Krachmachern SLADE. Den rätselhaften T.REX. Dann den etwas stilvolleren DEEP PURPLE.
Mit 14 Jahren hörte ich zum ersten mal YES, ihre 72er LP "Close to the edge" wurde so etwas wie meine musikalische Taufe, danach war nichts mehr so wie vorher. Meine Eltern schüttelten nur noch ihre Köpfe: "Junge, das ist doch keine Musik!"

Es folgten spannende (Lehr-) Jahre:
GENESIS. GENTLE GIANT. KING CRIMSON.
VAN DER GRAAF GENERATOR. FRANK ZAPPA. CAPTAIN BEEFHEART. Und so viele andere. Ein unter Freunden gut funktionierender Schallplatten-Tauschring (mein Gott, was hatte ich da für ein Glück!) sorgte in Verbindung mit meinem tschechischen 4-Spur-Stereo-Tonbandgerät für die nötigen Aufnahmen meiner (für mich im wahrsten Wortsinn) überlebens-wichtigen Musik-Sammlung.

In den Achtzigern ...
hörte ich zum ersten mal THEODORAKIS. Mir blieb das Herz stehen. MARIA FARANTOURI. VICTOR JARA. JAQUES BREL. Doch ansonsten wurde es düster: DaDaDa. Die Neue Deutsche Welle verklebte die Gehörgänge. Dazu kamen Synthiepop, MICHAEL JACKSON und TINA TURNER. Damit konnte ich wenig bis nichts anfangen. Zu viel Verpackung, zu wenig Inhalt, so meine Wahrnehmung. Die populäre Musik dieser Zeit, die auch die Rundfunkprogramme zunehmend prägte, empfand ich als oberflächlich und belanglos.
Was blieb, waren die Liedermacher: WECKER. DANZER. BIERMANN. THALHEIM. WEGNER. Später HOFFMANN. Und, kurz vor Schluss, GUNDERMANN. Denn da kündete bereits SILLYs Platte "Februar" vom großen Ende der kleinen DDR.

In den Neunzigern ...
schien es vorbei. Musikalisch gesehen. Zwar konnte ich endlich die verrauschten Tonbandspulen gegen die echten (West-) Schallplatten und CDs eintauschen, entdeckte dabei auch Dutzende vorher unbekannter Produktionen von HAMMILL, FRIPP und anderen, ansonsten aber blieb Tristesse. Ansonsten, so wollte es mir scheinen, entstand nicht Gutes mehr unter der Sonne. Eine ehemals kreative und innovative Musikszene hatte sich angepasst und dabei zur massenkonformen Musikindustrie gewandelt. Die Radiostationen überboten sich im Senden musikalischer Peinlichkeiten.
Ich beschloß, keine Musik mehr zu hören.
Am besten: Nie wieder!
Es war einfach zu frustierend.

Doch dabei blieb es nicht: Es waren die zumeist noch unbekannten, übersehenen, oft noch sehr jungen Musiker, durch die für mich eine musikalische Neuentdeckung begann: PIPPO POLLINA aus Italien. KROKE aus Polen. L`HAM DE FOC aus Spanien. Die WALKABOUTS aus den USA. Und noch so viele andere. Auf einmal öffnete sich wieder eine musikalische Welt, eine neue. Weltmusik. Mit so vielen kreativen Einflüssen aus Vergangenheit und Gegenwart. Gespielt von Musikern, die fast vergessene Traditionen wieder aufnahmen und weiter entwickelten. Die Musik nicht als Industrie begriffen, sondern sie um ihrer selbst Willen spielten. Um ihrer selbst Willen! Als ob ihr Leben davon abhinge.
Auf einmal gab es für mich einen ganzen Kosmos neu zu entdecken. Auf einmal hörte ich soviel gute neue Musik wie seit zwanzig Jahren nicht mehr.

Und heute?
Noch nie schien mir die musikalische Welt so bunt, so lebendig, so vielfältig wie heute. Wer Ohren hat und eine Seele, kann hören:
Spanischen Flamenco.
Britische Folksongs.
Angentinische Tangos.
Italienische Tarantellas.
Irische Reels und jiddischen Klezmer.
Musik vom Balkan und aus Mexiko.
Gesänge vom Palarkreis und aus Afrika.
Chansons & Americana & Fado. Und noch so viel mehr.

Groß und weit ist die Welt.
Und immer noch ist sie voll mit spannenden, dramatischen, lyrischen, ergreifenden, traurigen, beschwingten, melancholischen, einzigartigen Melodien und Rhythmen, voll wunderbarer Musik, die überall auf dieser Welt verschieden klingt.
Diese Musik lohnt es zu suchen.
Diese Musik lohnt es zu finden.

Und hat man sie erst gefunden, öffnet sie uns nicht nur die Ohren, sondern dringt wahrhaftig bis in unser Herz, bis in unsere Seele.

(August 2005)
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PS.
Zahlreiche Menschen haben mich in den vergangenen Monaten und Jahren finanziell unterstützt. Da ich über eine lange Zeit erkrankt war, habe ich es leider nicht geschafft, mich bei allen in gebührender Form und persönlich zu bedanken. Das tut mir sehr leid! Und deshalb möchte ich dies gern an dieser Stelle nachholen:
Ich danke Ihnen von Herzen!


PS 2.
Vorerst wird es keine Konzertbroschüren mehr geben können. Ich bitte Sie deshalb, sich bspw. auf dieser homepage zu informieren. Gern können Sie sich auch bei mir für den MZDW-newsletter vormerken lassen, mit dem ich Sie auf die kommenden Konzerte hinweisen kann.
Schreiben Sie mir einfach eine mail an info@mzdw.de - so werden Sie kein Konzert mehr verpassen.

 

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A K T U E L L E S

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Liebe Fans und Freunde

von David Munyon,

 

die vom Künstler selbst editierte "David-Munyon-Official-Bootleg-Collection" bekommt Zuwachs:

Im Spätsommer 2019 ist die 

"Vol. 3" erschienen; sie um-

fasst als Doppel-CD mit einer Spielzeit von 135 Minuten (!)  ein komplettes Konzert:

jenes von 2012 in der Dresdner Dreikönigskirche.

Einen kleinen Teil der Auflage habe ich mir vom Manager des Künstlers senden lassen, um sie hier den damaligen Konzertbesuchern, David Munyons Fans und Freunden zu offerieren.

 

Die Setlist ist für Davids Verhältnisse (er spielte ja nie zweimal das gleiche Konzert) durchaus ungewöhnlich:
Einige unveröffentlichte und viele extrem selten live gespielte Songs, zwei tolle Coverversionen und einige der schönsten Songs aus Davids dicken Songbüchern.

 

Reinhören? Geht mit Klick

auf das Coverfoto oben.

 

Bei Interesse :

mail an info@mzdw.de

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Der FOLKER wird ZWANZIG.

Wir gratulieren!

Aus diesem Anlaß durfte ich einen kleinen Beitrag schreiben. Den gibt es hier:

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30.01.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

 

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08.11.2016

Straßengezwitscher e.V. und ScottyScout veröffentlichen

"ORTE DER DEMOKRATIE IN DRESDEN" - der etwas andere Dresdner Stadtführer.

Mit dabei: MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN

Wer es nachlesen will -

Klick aufs Bild!

 

 

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09.09.2015

Aus Anlaß des Starts in die neue Konzertsaison erschien in der Dresdner Neueste Nachrichten ein Interview.

Die Fragen stellte Beate Baum.
Wer es lesen will:
Klick auf das Bild.

 

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01.10.2015

Die neue SAX ist da - mit

einem Artikel zu "10 Jahre

"Musik zwischen den Welten"

Und hinten im Heft gibt es das Plakat "Mein Name ist Mensch!" - Find ich toll!

Herzlichen Dank an die SAX!

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18.09.2015

Die zweite Auflage des Plakats Mein Name ist Mensch ist erschienen. Mit dabei sind nahezu alle Künstler, die bis Jahresende 2015 bei MZDW musizieren.

Die Plakate werden bei den Konzerten zur Mitnahme ausgelegt. Um eine Spende

wird dringend gebeten - diese kommt der Arbeit des Hilfsvereins ARCHE NOVA zugute.

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15.03.2015

Als Reaktion auf die politische Situation in Dresden entwickelte ich Ende letzten Jahres unten stehendes Plakat.

 

Die erste Auflage in Höhe von 1.000 Exenmplaren war schnell vergriffen. Zu Beginn der neuen Saison wird es eine zweite Auflage geben.

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07.03.2014

Zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Deutschland -

Von Migration und Vielfalt" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden sprach Dresdens Oberbürgermeisterin Helma

Orosz in ihrem Grußwort u.a.:


"Beispiele für ein gelungenes Miteinander gibt es jede Menge..." Die dann folgende Aufzählung einiger integrativ wirkender Projekte endet mit:
"Und so hat die Konzert-

reihe MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN das wohl treueste Stammpublikum."


Fein!

Dieser Blumenstrauß geht an SIE - an das nicht nur treueste, sondern auch freundlichste, interessierteste und überhaupt beste Publikum, welches man nur haben kann ;-)
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29.08.2013
Interview aus den DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
 

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05.11.2012

Laut Einschätzung der Musikzeitschrift FOLKER (Ausgabe 11/12 2012) präsentiert MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN "seit Jahren das beste Welt- und Folkmusik-

programm Deutschlands".  

 

Danke für die Blumen!

Der Artikel schließt mit dem

etwas tapsig formulieren Aufruf

"... wenn Ihr in der Dresdner

Kante seid, die Konzerte besuchen!"

 

Das ist sicher keine schlechte Idee, der ich mich hiermit gern anschließen möchte ...

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MEIN NAME IST MENSCH!
Klick auf das Bild!

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01.07.2012

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