Liebe Musikfreunde,

 

 

vor 12 Jahren, am Sonntag, 02. Oktober 2005, gab es im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden das erste Konzert dieser Konzertreihe. Zu Gast war damals die in Russland geborene tatarische Sängerin Zulya. Die war bereits 1991 fortgegangen aus ihrer Heimat und, nach einem längeren Aufenthalt in den USA, weitergezogen bis nach Australien. Dort begann sie, ihren neuen Freunden die alten und vertrauten Lieder ihrer Kindheit vorzusingen. Und erst dort erkannte sie die berührende Schönheit dieser jahrhundertealten Melodien.

Angespornt von ihren australischen Freunden gründete sie mit diesen eine Band, mit der sie die alten tatarischen Lieder sang. Von den australischen Freunden untergemischt: ein tönendes Akkordeon, ein jazziger Kontrabass, ein röhrendes Didgeridoo ...

Später nahm sie mit ihrem Ensemble eine CD auf mit diesen Liedern, mit der sie nicht nur weltweit Erfolge feierte, sondern, auf Umwegen über drei Kontinente (und mit dem Instrumentarium anderer Kulturen) die Musik ihrer alten Heimat wieder zum Leben erweckte.

 

Und nun, auf den Tag genau 12 Jahre später, am Montag, 02. Oktober 2017 (und ich bin gerührt und glücklich über diesen Zufall) wird eine andere Geschichte über eine besondere Form von Heimkehr erzählt, denn die legendäre, ehemals Tübinger "Randgruppencombo" spielt, singt, erzählt, feiert und preist die Lieder und die Poesie des Lausitzer Musikers, Poeten, Sängers (und Baggerfahrers) Gerhard Gundermann.

Nahezu zwanzig Jahre nach dessen Tod sind seine Lieder lebendig und aktuell wie eh und je. Ebenso eigenwillig wie liebevoll, manchmal stur und trotzig waren sie, überaus klug (aber nie altklug), dafür oft genug voll von einer berührenden Zärtlichkeit.

Gundermann gehörte zweifellos zu den wichtigsten und prägendsten ostdeutschen Künstlern der sogenannten Wendezeit. Sein plötzlicher Tod im Sommer 1998 löste tiefe Trauer, ja sogar Schock und Entsetzen aus. Wenn nun die aus dem tiefsten Westen stammende "Randgruppencombo" Gundermanns Lieder hier im Osten intoniert, so ist auch dies ein Kreis, der sich schließt.

 

 

Auch wenn es manchmal so scheint, es ist keine Selbstverständlichkeit, dass diese Konzertreihe auch nach 12 Jahren immer noch und immer wieder eine Heimstatt findet im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Es war der damalige Intendant Holk Freytag, der mir auf meine Anfrage hin im Herbst 2005 die Möglichkeit gab, an einem Sonntag pro Monat in seinem Theater ein Konzert zu veranstalten. Schnell wurden aus monatlich einem dann die bis heute üblichen zwei Konzert-Sonntage.

Im Herbst 2009 übernahm Wilfried Schulz die Intendanz in Dresden; und obwohl er nahezu alles anders machte als sein Vorgänger übernahm er doch eine Sache: Die Konzertreihe blieb.

Im Herbst 2016 übernahm Jürgen Reitzler die Verantwortung für das Theaters. Auch unter seiner Intendanz bestand die Konzertreihe fort. Eine neue Theater-Ära beginnt im Herbst 2017 mit der Intendanz von Joachim Klement. Gespannt bin ich auf seine neuen Ideen und Vorhaben für dieses Haus. Und ich bin sehr froh, auch stolz und überaus glücklich, dass MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN auch unter seiner Intendanz weiterhin im Kleinen Haus präsent sein wird.

An dieser Stelle möchte ich nicht nur allen Partnern der vergangenen 12 Jahre herzlich danken, sondern auch Herrn Klement und seinem Theaterteam alles Gute wünschen für die kommende Spielzeit.

 

Veränderungen und Beständiges gab es in den vergangen 12 Jahren auch in der Dreikönigskirche.

Nach dem Weggang des ehemaliges Direktors Frank Seewald im Herbst 2011 übernahm Michael Ahner die Verantwortung für das Haus. Und war die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Konzertveranstalter früher schon gut, so wurde sie nun noch umfangreicher und intensiver.

Das dies gelang - und immer wieder aufs Neue gelingt - ist keine Selbstverständlichkeit, denn die Aufgaben, Arbeitsweisen und Interessen einer Kirche und einer Konzertagentur sind naturgemäß nicht immer deckungsgleich.

Direktor Ahner initiierte den umfangreichen Umbau im Foyer der Kirche. So gibt es nun in einem lichten Empfangsbereich neben einem neuen Raum für Ausstellungen auch ein einladendes Cafe, in dem auch die Konzertbesucher gern verweilen.

Ihnen, Herr Ahner, sowie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, möchte ich herzlich danken für die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre, und Ihnen und uns gemeinsam alles Gute wünschen für die Zukunft.

 

 

Eine intensive Kooperation wird es im November mit den JAZZTAGEN DRESDEN geben. Unter der Leitung von Kilian Forster und Tanja Grandmontagne hat sich dieses Festival seit Jahren zu einem echten Höhepunkt im Dresdner Kulturleben entwickelt.

Musikalische Berührungspunkte zwischen den JAZZTAGEN DRESDEN und der MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN gab und gibt es einige. Die wollen wir betonen.

Haben wir in der Vergangenheit bisher eher nebeneinander gearbeitet, wollen wir es 2017 wagen, unsere Kraft und unsere Energie im Interesse unseres Publikums zu bündeln. 

Dafür wünsche ich uns viel Erfolg!


 

Ihnen, liebe Musikfreude, wünsche ich von Herzen einen schönen Sommer - und uns im Herbst dann ein freundliches Wiedersehen.

Viel Freude wünsche ich Ihnen bei der immer wieder aufs Neue

be- und anrührenden MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN.

 

Ihr Andreas Grosse

 

 

 

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N  E  W  S

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04.10.2017

Die ersten Konzerte ab Januar 2018 sind bereits zu sehen - und fast täglich werden es mehr.

Einfach die Konuertübersicht unterscrollen.

 

Die Tickets dafür

sind deutschlandweit in zahlreichen Ticketshops und Vorverkauskassen erhältlich. 

Online geht das auch hier.

 

Ich wünsch viel Freude!

 

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20.04.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

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30.01.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

 

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08.11.2016

Straßengezwitscher e.V. und ScottyScout veröffentlichen

"ORTE DER DEMOKRATIE IN DRESDEN" - der etwas andere Dresdner Stadtführer.

Mit dabei: MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN

Wer es nachlesen will -

Klick aufs Bild!

 

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08.08.2016

Bei cybersax hat der in seine schwedische Heimat zurückgekehrte STEFAN JOHANSSON einen Abschiedsgruß hinterlassen, wobei er auch diese Konzertreihe erwähnt.

Klick aufs Foto:

"Es gibt natürlich einige Höhepunkte, aber „Musik zwischen den Welten“, die Konzertreihe von Andreas Grosse war immer ein Fest und was ganz Besonderes.

Außerdem ist es die beste Weltmusikreihe, die Deutschland zu bieten hat und es war für mich eine Ehre, dort auftreten zu dürfen."

 

Danke, Stefan, für die freundlichen Worte!
Die Freude und die Ehre, Dein Dresdner Konzertveranstalter zu sein, liegt ganz bei mir.

 

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01.10.2015

Die neue SAX ist da - mit

einem Artikel zu "10 Jahre

"Musik zwischen den Welten"

Und hinten im Heft gibt es das Plakat "Mein Name ist Mensch!" - Find ich toll!

Herzlichen Dank an die SAX!

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18.09.2015

Die zweite Auflage des Plakats Mein Name ist Mensch ist erschienen. Mit dabei sind nahezu alle Künstler, die bis Jahresende 2015 bei MZDW musizieren.

Die Plakate werden bei den Konzerten zur Mitnahme ausgelegt. Um eine Spende

wird dringend gebeten - diese kommt der Arbeit des Hilfsvereins ARCHE NOVA zugute.

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15.03.2015

Als Reaktion auf die politische Situation in Dresden entwickelte ich Ende letzten Jahres unten stehendes Plakat.

 

Die erste Auflage in Höhe von 1.000 Exenmplaren war schnell vergriffen. Zu Beginn der neuen Saison wird es eine zweite Auflage geben.

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07.03.2014

Zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Deutschland -

Von Migration und Vielfalt" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden sprach Dresdens Oberbürgermeisterin Helma

Orosz in ihrem Grußwort u.a.:


"Beispiele für ein gelungenes Miteinander gibt es jede Menge..." Die dann folgende Aufzählung einiger integrativ wirkender Projekte endet mit:
"Und so hat die Konzert-

reihe MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN das wohl treueste Stammpublikum."


Fein!

Dieser Blumenstrauß geht an SIE - an das nicht nur treueste, sondern auch freundlichste, interessierteste und überhaupt beste Publikum, welches man nur haben kann ;-)
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05.11.2012

Laut Einschätzung der Musikzeitschrift FOLKER (Ausgabe 11/12 2012) präsentiert MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN "seit Jahren das beste Welt- und Folkmusik-

programm Deutschlands".  

 

Danke für die Blumen!

Der Artikel schließt mit dem

etwas tapsig formulieren Aufruf

"... wenn Ihr in der Dresdner

Kante seid, die Konzerte besuchen!"

 

Das ist sicher keine schlechte Idee, der ich mich hiermit gern anschließen möchte ...

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      MEIN NAME IST MENSCH.

Klick auf das Bild!

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01.07.2012

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