Liebe Musikfreunde,

 

Bei der Vorbereitung des Konzerts der Sängerin Namgar Lhasaranowa

habe ich ein Interview gefunden,  in dem sie die schwierigen Anfänge in der Beziehung zu ihrem Mann (und Mitmusiker) Evgeny Zolotaryov beschreibt.
Er ist Russe. Sie gehört der Minderheit der Burjaten an. In ihrer Heimat wiederum ist er als Russe in der Minderheit.


„Evgeny kam fünf, sechs Mal ins Haus meiner Eltern, um dort um meine Hand zu bitten. Jedes Mal erhielt er eine Absage. Wir konnten nur telefonieren, heimlich, auch vor seinen Eltern. Aber er blieb ein ganzes Jahr in unserem Dorf. Er lernte Kühe melken, Schafe weiden, Pferde reiten.

Danach besaß er alle Fähigkeiten, die für einen Burjaten benötigt werden.
Das hat meine Eltern überzeugt.

Unter meinen asiatischen Musikern und Freunden kenne ich keine ähnlichen Beispiele. Es überrascht mich, dass in der heutigen Welt immer noch ge-

mischt-ethnische Familien Missverständnisse und sogar Verurteilungen

seitens der Gesellschaft verursachen. Die Menschheit wird nicht von einem Jahrhundert zum anderen weiser. Es ist, als würden wir immerfort auf der Stelle trampeln und die engen Grenzen unseres Denkens kultivieren.“


Überall dieselben Probleme, will mir scheinen. Warum ist das so? Warum grenzen wir uns so ab? Warum fühlen wir uns so bedroht von den Anderen, die nicht genau so sind wie wir? Warum denken manche, vor denen die Heimat verteidigen zu müssen? Und was ist das eigentlich: Heimat.

Der Hof, in dem wir als Kinder gespielt haben?

Die Stadt, in der wir zur Schule gegangen sind?

Das Land, dessen Ausweis wir in der Tasche tragen?

Oder unser Planet, auf dem wir leben?


Auf einem Foto in einer Zeitung habe ich eine Frau gesehen, die ein Transparent trug, darauf stand: „Heimatliebe ist kein Verbrechen!“

Nein, ganz sicher nicht. Hinter ihr waren andere Menschen zu sehen mit anderen Schildern, auf denen stand: „Grenzen dicht!“ und „Haut ab!“

Ist Heimat also der Ort, von dem andere ausgeschlossen sind?

 

In den kommenden Monaten werden Musiker den Begriff auf ihre Art deuten. FJARILL beispielsweise, die Schwedin Aino Löwenmark und die Südafrikanerin Hanmari Spiegel, stellen ihre neue CD vor, Lieder voll Sehnsucht nach Heimat. SEDAA, drei mongolische und ein aus dem Iran stammender Musiker, ver-

binden in ihrem Heimatsound Jahrtausende alte asiatische und orientalische Melodien, fokussiert im westeuropäischen Hier und Heute.

Bei »Edge of Time« werden mit Nachbauten 40.000 Jahre alter Instrumente aus Süddeutschland echte Heimatklänge produziert.

Der in Berlin geborene Sänger Klaus Hoffmann brach als junger Mann zu

einer abenteuerlichen Reise bis ins wilde Bergland von Afghanistan auf.

Dort, bei den berühmten Buddhastatuen von Bamyan, träumte er von zu Hause, vom See an der Wand über der Couch seiner Eltern.

Vielleicht ist dies das treffendste Bild für diesen schwer zu fassenden

Begriff »Heimat«?

Fragen über Fragen. Ich freu mich auf sie.

 

Und auf SIE!               

Mit freundlichen Grüßen, Ihr Andreas Grosse

 

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N  E  W  S

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25.02.2018

Die neue Konzert- und Veran-

staltungsbroschüre ist fertig.

So - links - sieht sie aus:

 

Die nächste Ausgabe, gültig

für die Monate SEPT - NOV,

ist bereits in Planung.

 

Da die Broschüre bereits Ende Juni (also noch vor den Som-

merferien) erscheinen soll,

wird sie auch Hinweise auf Veranstaltungen in den Som-

mermonaten enthalten.

Anzeigenanfragen und -wünsche für diese kommende Ausgabe senden Sie bitte per mail an

info@mzdw.de 

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Der FOLKER wird ZWANZIG.

Wir gratulieren!

Aus diesem Anlaß durfte ich einen kleinen Beitrag schreiben. Den gibt es hier:

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20.04.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

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30.01.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

 

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08.11.2016

Straßengezwitscher e.V. und ScottyScout veröffentlichen

"ORTE DER DEMOKRATIE IN DRESDEN" - der etwas andere Dresdner Stadtführer.

Mit dabei: MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN

Wer es nachlesen will -

Klick aufs Bild!

 

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08.08.2016

Bei cybersax hat der in seine schwedische Heimat zurückgekehrte STEFAN JOHANSSON einen Abschiedsgruß hinterlassen, wobei er auch diese Konzertreihe erwähnt.

Klick aufs Foto:

"Es gibt natürlich einige Höhepunkte, aber „Musik zwischen den Welten“, die Konzertreihe von Andreas Grosse war immer ein Fest und was ganz Besonderes.

Außerdem ist es die beste Weltmusikreihe, die Deutschland zu bieten hat und es war für mich eine Ehre, dort auftreten zu dürfen."

 

Danke, Stefan, für die freundlichen Worte!
Die Freude und die Ehre, Dein Dresdner Konzertveranstalter zu sein, liegt ganz bei mir.

 

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01.10.2015

Die neue SAX ist da - mit

einem Artikel zu "10 Jahre

"Musik zwischen den Welten"

Und hinten im Heft gibt es das Plakat "Mein Name ist Mensch!" - Find ich toll!

Herzlichen Dank an die SAX!

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18.09.2015

Die zweite Auflage des Plakats Mein Name ist Mensch ist erschienen. Mit dabei sind nahezu alle Künstler, die bis Jahresende 2015 bei MZDW musizieren.

Die Plakate werden bei den Konzerten zur Mitnahme ausgelegt. Um eine Spende

wird dringend gebeten - diese kommt der Arbeit des Hilfsvereins ARCHE NOVA zugute.

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15.03.2015

Als Reaktion auf die politische Situation in Dresden entwickelte ich Ende letzten Jahres unten stehendes Plakat.

 

Die erste Auflage in Höhe von 1.000 Exenmplaren war schnell vergriffen. Zu Beginn der neuen Saison wird es eine zweite Auflage geben.

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07.03.2014

Zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Deutschland -

Von Migration und Vielfalt" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden sprach Dresdens Oberbürgermeisterin Helma

Orosz in ihrem Grußwort u.a.:


"Beispiele für ein gelungenes Miteinander gibt es jede Menge..." Die dann folgende Aufzählung einiger integrativ wirkender Projekte endet mit:
"Und so hat die Konzert-

reihe MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN das wohl treueste Stammpublikum."


Fein!

Dieser Blumenstrauß geht an SIE - an das nicht nur treueste, sondern auch freundlichste, interessierteste und überhaupt beste Publikum, welches man nur haben kann ;-)
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29.08.2013
Interview aus den DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
 

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05.11.2012

Laut Einschätzung der Musikzeitschrift FOLKER (Ausgabe 11/12 2012) präsentiert MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN "seit Jahren das beste Welt- und Folkmusik-

programm Deutschlands".  

 

Danke für die Blumen!

Der Artikel schließt mit dem

etwas tapsig formulieren Aufruf

"... wenn Ihr in der Dresdner

Kante seid, die Konzerte besuchen!"

 

Das ist sicher keine schlechte Idee, der ich mich hiermit gern anschließen möchte ...

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      MEIN NAME IST MENSCH.

Klick auf das Bild!

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