I n t r o

Liebe Musikfreunde,

 

in diesen Wochen, da in unserer Stadt Tausende Menschen zur „Verteidigung des Abendlandes“ auf die Straße gingen, schämte ich mich, Dresdner zu sein.

Spürbar fremdenfeindlicher ist während dieser Zeit die Stimmung hier geworden. Wutbürger haben sich mit Rassisten verbündet und behaupten, das Volk zu sein.

 

Ich aber will in keiner Stadt leben, in der manche meiner Freunde und Mitbürger mit ausländischen Wurzeln, selbst ihre Kinder, Angst haben müssen, auf der Straße beschimpft, bedroht, bespuckt oder geschlagen zu werden.

 

Nein, diese Demonstranten verteidigen keine abendländischen Werte, im Gegenteil. Denn abendländische Werte sind:

 

     Mitgefühl. Hilfsbereitschaft.

     Aufgeklärtheit. Humanität.

     Toleranz. Respekt.


Daran sollten wir uns erinnern. Daran sollten wir uns orientieren.

Es sind die Werte, die uns menschlich machen.

 

 

Die Vielfarbigkeit des Lebens lässt sich nicht einsperren in Schubkästen.

Auch wenn Nationalisten und Demagogen mit verkümmerten Seelen uns einreden wollen, es gäbe nur Eigenes und Fremdes, und dazwischen sollte man eine hohe Mauer bauen. Mauern bauen, ja, das können sie.

Und sich dann davor stellen und selektieren: 

     Hier die Weißen, dort die Schwarzen.

     Hier die Christen, da die Muslime, dort die Juden.

     Hier die Guten, dort die Bösen.


Man könnte lachen über soviel Dummheit, wenn es nicht so gefährlich wäre. Das hatten wir doch alles schon mal!
Und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein ... - So einfach ist der Weg in die Barbarei.


Doch wir sind Menschen. Wir haben viele Gesichter.

Und bei aller Unterschiedlichkeit überwiegt das Gemeinsame:
Werden wir gestochen, bluten wir. Werden wir gekitzelt, lachen wir.

Werden wir vergiftet, sterben wir. Alle.

 

 

 

 

 

Als Reaktion auf die Situation

in Dresden entwickelte ich Ende letzten Jahres nebenstehendes Plakat.

Die Zusagen der Musiker zur Mitwirkung kamen innerhalb von wenigen Tagen.

Leider hat der Platz nicht für alle gereicht.


Seit Anfang des Jahres wurde das Plakat bei den Konzerten dieser Reihe ausgestellt und den Besuchern zu ihrer eigenen Verwendung kostenfrei angeboten. Staatsschauspiel Dresden, Dreikönigskirche und andere unterstützten die Aktion.

 

 

 

Normalerweise ist es nicht mein Ansinnen, mich in diesem Intro so massiv zu rein politischen Themen zu äußern. Aber in diesen Tagen erscheint es mir unmöglich, keine Stellung zu beziehen, denn wie unser Leben so ist auch diese Konzertreihe nur möglich in einer freien und toleranten Gesellschaft, in der Menschen leben, für die Achtung und Gleichberechtigung selbstverständlich sind.

Dafür müssen wir uns auch weiterhin einsetzen.


In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Ihr Andreas Grosse  

 

PS:
Auf dieser homepage gibt es ein Gästebuch. Gern können Sie dort Ihre Meinungen und Anregungen, Ihre Wünsche und Ihre Kritik, hinterlassen.

News

20.02.2014

Die Konzertbroschüre für das Frühjahr 2015 ist erschienen. Mittlerweile 4.080 Abonnenten erhalten sie mit der Post frei Haus.

Die weiteren knapp 8.000 Exemplare werden in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten zur Auslage gebracht, in Kulturinstitutionen, Kinos, ausgewählten Geschäften, Ticketshops und Vorverkaufskassen.

Ich wünsch viel Freude bei der Lektüre.

 

Nach der Broschüre

ist vor der Broschüre:

Die kommende Ausgabe für den Herbst 2015 soll bereits Ende Juni erscheinen.

 

Melden Sie sich, wenn auch Sie zum Kreis der Abonnenten gehören möchten -

oder wenn Sie darin eine Kultur- oder Geschäftsanzeige

schalten möchten.

 

 

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07.03.2014

Zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Deutschland -

Von Migration und Vielfalt" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden sprach Dresdens Oberbürgermeisterin Helma

Orosz in ihrem Grußwort u.a.:


"Beispiele für ein gelungenes Miteinander gibt es jede Menge..." Die dann folgende Aufzählung einiger integrativ wirkender Projekte endet mit:
"Und so hat die Konzert-

reihe MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN das wohl treueste Stammpublikum."


Fein!

Dieser Blumenstrauß geht an SIE - an das nicht nur treueste, sondern auch freundlichste, interessierteste und überhaupt beste Publikum, welches man nur haben kann ;-)

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05.11.2012

Laut Einschätzung der Musikzeitschrift FOLKER (Ausgabe 11/12 2012) präsentiert MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN "seit Jahren das beste Welt- und Folkmusik-

programm Deutschlands".  

 

Danke für die Blumen!

Der Artikel schließt mit dem

etwas tapsig formulieren Aufruf

"... wenn Ihr in der Dresdner

Kante seid, die Konzerte besuchen!"

 

Das ist sicher keine schlechte Idee, der ich mich hiermit gern anschließen möchte ...

 

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01.07.2012

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