Die Aufführenden:
STEFAN EDER
- Grand Piano
HEIDEMARIE WIESNER - Grand Piano

 

 

Zum 13. Mal in Folge erlebt dieses außergewöhnliche Konzert jeweils zum Jahreswechsel seine Aufführung im Dresdner Pianosalon.
Im Land seiner Entstehung, in Holland, ist es längst ein Kultstück:

Neben der vom Komponisten geschaffenen Fassung für wahlweise 2 oder 4 Pianos entstanden in den vergangenen Jahren immer mehr und verschiedene Fassungen, bspw. für Saxophonquartett, für Harfe Solo und Duo, für Xylophon, Orgel, selbst für eine Rockjazzband.

Einiges davon kann man bei youtube sehen.


SIMEON TEN HOLT wurde 1923 im Norden der Niederlande geboren.

Früh zeigte er große musikalische Begabung. Bei Jakob van Dromselaer studierte er Musik. 1949 geht er nach Paris, lernte bei Arthur Honegger und Darius Milhaud. 1954 kehrte ten Holt nach Holland zurück.
Ten Holt wohnte in einem Bunker aus dem 2. Weltkrieg, der bei Flut überspült wurde. Seinen Flügel musste er auf Stützen stellen, damit er nicht im Salzwasser versank. So saß ten Holt im Meer und arbeitete an seiner Musik. Eigenwillige Stücke entstanden, ganz im Zeichen der musikalischen Avantgarde. Dann, Anfang der 70er Jahre, änderte sich sein Stil.
Er wendete sich wieder der Tonalität zu, komponierte großflächiger und harmonischer.

 

CANTO OSTINATO, von vielen als sein Hauptwerk bezeichnet, wurde 1979 nach dreijähriger Arbeit vollendet. Deutlich sind Bezüge zur späten Romantik, aber auch zur minimal music: Die Wiederholung, das hartnäckige Wieder-

kehren einer musikalischen Figur, ist ein wesentliches Element.
Seinen Interpreten lässt der Komponist ein hohes Maß an individueller Freiheit: Länge und Struktur der einzelnen Teile der Komposition sind

variabel angelegt, so dass das Werk bei jeder Aufführung neu entstehen

kann. Dies erfordert überaus intensiv miteinander arbeitende Pianisten.

 

„Das ganze Konzert atmet Lebendigkeit und Kraft; es eröffnet einen immensen inneren Raum und erinnert in vielen Passagen an den Rhythmus des Meeres, an wieder und wieder auf das Land treffende Wellen. Ein meditatives und zugleich zutiefst bewegendes Erlebnis, Musik, die intuitiv ist und elementar; ein Meisterwerk des Minimalismus, ein faszinierendes Werk, das an Schönheit gewinnt, je öfter man es hört."  | 3sat | ZDF

 

 

Zur Geschichte der Dresdner Aufführungen:

 

Anfang der 90er Jahre sah Andreas Grosse, der spätere Veranstalter von

MZDW, in einer Dresdner Kleinkunstbühne die Aufführung einer Prager Pantomimegruppe, die für ca. 15 Minuten eine Hintergrundmusik verwendete, die ihn faszinierte. Auf seinen Wunsch hin schickten ihm die Darsteller einige Tage später tatsächlich eine Tonbandkassette mit eben jener Musik:

Canto Ostinato von Simeon ten Holt.
Die Aufnahmequalität war schlecht und Grosse bemühte sich darum,

die Musik auf einer CD zu bekommen - keine Chance! Die Mitarbeiter der

Musikgeschäfte zuckten nur mit den Schultern:

Musik und Komponist waren völlig unbekannt.
Erst Ende der 90er Jahre gelang es Grosse, zu seinem Erstaunen in einem großen Dresdner Media-Markt, einen Import aus Holland zu bestellen.


Grosse war damals Geschäftsführer am Dresdner Societaetstheater.

Er begeisterte zwei Pianisten: die damals an der Semperoper Dresden engagierte Sonhild Viebach und den frei schaffenden Stefan Eder, gemeinsam  gestalteten sie die beiden deutschen Erstaufführungen 2004 am Dresdner Societaetstheater. Es blieben die beiden einzigen Aufführungen des Duos.

 

Zum Jahresende 2007 spielen Stefan Eder und der Österreicher Johannes Wohlgenannt Zincke erstmals zusammen diese Komposition. Ort: Pianosalon Dresden. Veranstalter: Musik zwischen den Welten.

Aufführungen in den kommenden drei Jahren (u.a. auch die Erstaufführung

in Österreich) sollten folgen.

2010 veröffentlichten die Pianisten ihre Interpretation auf CD.

 

Wegen einer Erkrankung musste Johannes Wohlgenannt-Zincke ab 2011 auf seine Mitwirkung verzichten.

In diesem Jahr sprang kurzfristig Prof. Strohhäcker, Professor für künstle-

risches Orgelspiel und Improvisation und Prorektor an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden, ein.


Nach einer Phase der Neuorientierung gewann Stefan Eder ab 2012 den ebenfalls in Dresden lebenden Pianisten Andreas Henkel.

Ihre Aufführungen war in den Jahren bis 2016 zu hören.  
Andreas Henkel verstarb nach schwerer Krankheit 2017.

 

Nach der von Stefan Eder entwickelten Soloversion, die im Jahre 2017

- auch im Gedenken an den verstorbenen Andreas Henkel - zu erleben war,

haben sich im vergangenen Jahr 2018 mit Heidemarie Wiesner und Stefan Eder zwei umtriebige Pianisten zusammengetan, um die tiefere Bedeutung

des Zitates „ ... und dann, wäscht und poliert das Meer, Zeit kristallisiert“

von Simeon ten Holt im Kontext von Canto Ostinato neu zu hinterfragen.

 

Sie haben dabei feinste und nuancenreiche Entdeckungen im Mikrokosmos

der unendlichen 16tel Tonfolgen gemacht, die in der Umsetzung beim Hören erstaunliche, Raum ausdehnende und erfrischende Wirkungen, verursachen. Auf Grund der Singularität des Werkes sind diese Hörerfahrungen in dem besonderen Zusammenspiel der beiden Flügel vermutlich einzigartig.

So entstand Canto Ostinato 6.0 in der neuesten Version für zwei Klaviere,

mit schillernder Intensität und filigraner Durchsichtigkeit für lauschbereite Individuen und tiefenentspannte Minimalisten.


Einmal mehr bestätigt sich damit die so treffende Beschreibung von

Maaike de Groot:

"Eigentlich gibt es keine Worte für diese Musik, man kann sie nicht wie

andere Musik hören, es ist überhaupt ein Erlebnis nicht vergleichbar mit anderen Erfahrungen. Canto Ostinato ist Musik, in der man ertrinkt.

Man wird transformiert, in einem tranceartigen Zustand fühlt man alles,

was man fühlen kann: Hoffnung, Trauer, Glück und Angst. Der Stuhl,

auf dem man sitzt, verschwindet, alles um einen herum löst sich auf.

Es gibt nur diese unendliche Musik mit ihren feinen, hypnotisierenden Veränderungen, immer dann, wenn man es fast nicht mehr ertragen

kann. Das ist die unerträgliche Leichtigkeit des Seins."
 

 

 

STEFAN EDER, musikalischer Grenzgänger in verschiedensten Genres des 20. und 21. Jahrhunderts, liebt die feinen, fließenden Veränderungen, die gerade durch das langsame Voranschreiten mit den steten Wiederholungen in der Minimal Music genügend Raum zur Entfaltung erhalten.

 

Im 14. Jahr nach der von ihm mitgestalteten deutschen Erstaufführung, nach einem live- Mitschnitt des Werkes auf zwei Bösendorfer Imperial Flügeln in Wien, der als CD veröffentlicht wurde, nach Aufführungen in Beirut im Libanon und einer Soloversion im vorletzten Jahr, ist CANTO OSTINATO für ihn aufregender

und spannender denn je, wie ein unendlicher Kosmos, den es immer wieder neu zu entdecken gilt.

 

HEIDEMARIE WIESNER, in Bautzen geboren, debütierte 1987 als Solistin mit der Staatskapelle Dresden in der Semperoper.

Von 1987-1991 studierte sie an der Hochschule für Musik “Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig. Aufbaustudium am Sweelinck Conservatorium Amsterdam, Meisterkurse u. a. bei G. Sebøk,

P. Badura-Škoda, A. Schiff und

P. Jarchow.


1998 zog sie nach Mailand.

In Italien behauptete sie sich als Konzertpianistin, Klavierpädgogin und Organisatorin von Konzert-

reihen ("Casa Cini" in Ferrara, "Matinée Classique" und der Künstlertreffen „Art Salon“ in Mailand).


2010 verlegte sie ihren Standort nach Berlin, von wo aus sie ihre künstlerischen und didaktischen  Aktivitäten fortsetzt:

Konzertreisen als Solistin und Kammermusikerin führten sie z.B. nach Den Haag, London und Wien, Kopenhagen und Prag, Hermannstadt, Warschau, Breslau, Danzig, München, Leipzig und Perth.

Der „Art Salon“ siedelte mit ihr nach Berlin über, dort entstand 2017 die Konzertreihe "MiMu" (MittagsMusik) in Charlottenburg und musikalisch-didaktische Vorträge mit Peter Jarchow, der ihr künstlerischer Mentor ist.


Ein besonderes Anliegen ist ihr die Förderung und Verbreitung des sorbischen Musikschaffens. In den 90ern rief sie die durch die Stiftung für das sorbische Volk geförderte Reihe „Das besondere Konzert zur Jahreswende“ ins Leben,

in der sie jedes Jahr mit internationalen Musikern Werke sorbischer Komponisten zur Uraufführung bringt.

2017 spielte sie die CD „150 Jahre sorbisch/wendische Klaviermusik“ ein.

 

 

Die P R E S S E  zur Dresdner Aufführung:

 
"Im Coselpalais sorgte eine fabelhafte Interpretation zweier Pianisten für den rechten Drive des Werkes, das in den Niederlanden Kult-Charakter besitzt."
Alexander Keuk | SÄCHSISCHE ZEITUNG

 

"Die Kommunikation zwischen den Pianisten war perfekt und die Aufführung einem Optimum sehr nahe."
Peter Zacher | DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN

 

 

Tickets im Vorverkauf:
Normalpreis: 20,00 | 22,00 | 24,00 | 26,00 €

ermäßigt für Berechtigte: 14,00 | 16,00 | 18,00 | 20,00 €
ermäßigt für Kinder (6 - 15 Jahre): 10,00 | 11,00 | 12,00 | 13,00 €
(Nur in Begleitung erwachsener Betreungspersonen)

 

Ermäßigungsberechtigt
sind Menschen
ohne Einkommen durch Arbeit: 

Schüler | Studenten | Rentner | Arbeitslose | Hartz IV-Empfänger
Dresden-Pass-Inhaber | Schwerbehinderte ab 70 Grad
Der Anspruch muss durch ein Dokument beglaubigt werden.

 

Die durch den Ticketanbieter erhobenen Vorverkaufsgebühren

betragen 10% des Vorverkaufspreises.

Außerdem erhebt der Ticketanbieter pro Bezahlvorgang (egal, ob für ein

oder mehrere Tickets) eine einmalige Servicegebühr von 2 Euro.

Es lohnt sich also, bei einer Bestellung mehrere Tickets zu erwerben.

 

 

Tickets an der Abendkasse:
Normalpreis: 24,00 | 26,00 | 28,00 | 30,00 €

ermäßigt für Berechtigte: 18,00 | 20,00 | 22,00 | 24,00 €
ermäßigt für Kinder (6 - 15 Jahre): 12,00 | 13,00 | 14,00 | 15,00 €

(Nur in Begleitung erwachsener Betreungspersonen)

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A K T U E L L E S

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19.06.2019

 

Die neue Broschüre,

wird grad gedruckt und ab kommende Woche versendet und verteilt.

SIE wollen sie auch haben?
Schreiben Sie mir eine mail.

Die danach kommende Ausgabe wird für den Zeitraum DEZ 2019 bis FEBRUAR 2920 erarbeitet.

Erscheinen wird sie Anfang NOV.

 

Anzeigenanfragen und -wünsche für diese kommende Ausgabe senden Sie bitte per mail an info@mzdw.de 

 

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Der FOLKER wird ZWANZIG.

Wir gratulieren!

Aus diesem Anlaß durfte ich einen kleinen Beitrag schreiben. Den gibt es hier:

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20.04.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

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30.01.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

 

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08.11.2016

Straßengezwitscher e.V. und ScottyScout veröffentlichen

"ORTE DER DEMOKRATIE IN DRESDEN" - der etwas andere Dresdner Stadtführer.

Mit dabei: MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN

Wer es nachlesen will -

Klick aufs Bild!

 

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01.10.2015

Die neue SAX ist da - mit

einem Artikel zu "10 Jahre

"Musik zwischen den Welten"

Und hinten im Heft gibt es das Plakat "Mein Name ist Mensch!" - Find ich toll!

Herzlichen Dank an die SAX!

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18.09.2015

Die zweite Auflage des Plakats Mein Name ist Mensch ist erschienen. Mit dabei sind nahezu alle Künstler, die bis Jahresende 2015 bei MZDW musizieren.

Die Plakate werden bei den Konzerten zur Mitnahme ausgelegt. Um eine Spende

wird dringend gebeten - diese kommt der Arbeit des Hilfsvereins ARCHE NOVA zugute.

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15.03.2015

Als Reaktion auf die politische Situation in Dresden entwickelte ich Ende letzten Jahres unten stehendes Plakat.

 

Die erste Auflage in Höhe von 1.000 Exenmplaren war schnell vergriffen. Zu Beginn der neuen Saison wird es eine zweite Auflage geben.

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07.03.2014

Zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Deutschland -

Von Migration und Vielfalt" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden sprach Dresdens Oberbürgermeisterin Helma

Orosz in ihrem Grußwort u.a.:


"Beispiele für ein gelungenes Miteinander gibt es jede Menge..." Die dann folgende Aufzählung einiger integrativ wirkender Projekte endet mit:
"Und so hat die Konzert-

reihe MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN das wohl treueste Stammpublikum."


Fein!

Dieser Blumenstrauß geht an SIE - an das nicht nur treueste, sondern auch freundlichste, interessierteste und überhaupt beste Publikum, welches man nur haben kann ;-)
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29.08.2013
Interview aus den DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
 

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05.11.2012

Laut Einschätzung der Musikzeitschrift FOLKER (Ausgabe 11/12 2012) präsentiert MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN "seit Jahren das beste Welt- und Folkmusik-

programm Deutschlands".  

 

Danke für die Blumen!

Der Artikel schließt mit dem

etwas tapsig formulieren Aufruf

"... wenn Ihr in der Dresdner

Kante seid, die Konzerte besuchen!"

 

Das ist sicher keine schlechte Idee, der ich mich hiermit gern anschließen möchte ...

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      MEIN NAME IST MENSCH.

Klick auf das Bild!

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01.07.2012

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