Mit:
WAGOGO QUEENS OF DRUMS
  Tanzania
HAJNALKA PÉTER  Bulgarien
AREZZOO REZWANI  Iran
ULJANA BAIBUSINOVA  Kasachstan
RÜDIGER OPPERMANN  Deutschland


KLANGWELTEN bleibt seiner Devise treu: Der Utopie auf die Beine helfen!
Das Festival berührt Herz, Hirn und Bauch und lebt eine utopische, friedliche, brüderliche Welt vor, in der Aufmerksamkeit, stolze Kulturpräsentation,

Dialog und Virtuosität auf Spitzen-Niveau zelebriert wird.
Das Festival ist unabhängig von Moden, Staatsinstitutionen, Religionen und Sponsoren und trotzdem in den vergangenen 32 Jahren zum nachhaltigsten und bedeutendsten Weltmusik-Tournee-Ereignis des Landes geworden.

 

KLANGWELTEN 2018 wird das Festival der Frauen.
Nachdem Klangwelten 2017 ein reines Männerfestival wurde, hat sich

Rüdiger Oppermann und sein Team entschlossen, für 2018 ein reines Frauenfestival zu organisieren. Deshalb treffen in diesem Jahr einige der hervorragendsten Musikerinnen der Welt zusammen.

 

Wir erwarten:

 

WAGOGO QUEENS

OF DRUMS  Tanzania

 

Mit begeisternden Trommeltänzen, erdigen Rhythmen und wunderbarem dreistimmigen Gesang repräsentieren die WAGOGO QUEENS OF DRUMS eine lebendige, unverfälschte Musikkultur, die ihresgleichen sucht. Die Wagogo sind eine matrilineare Gesellschaft (in der sich Individuen über die mütterliche Abstammungslinie definieren), in der Frauen mehr Gestaltungsmacht haben als in patriarchalischen. Das hört man auch an ihrem Spiel auf den Trommels!

 

Der Grund-Puls wird von zwei Frauen mit kleinen sanduhrförmigen Trommeln gehalten, was einen besonderen Effekt ergibt bei triolischen Rhythmen, denn auch diese Figur wird von zwei Trommlerinnen zahnradmäßig gehalten.

So ist eine polyrhythmische Struktur gegeben. Über dem Grundpuls werden durchstrukturierte Beats geschlagen. Die Frauen springen in unterschiedliche Positionen und markieren so Abschnitte und Übergänge. Schnelle und ruhige Teile wechseln ab. Die verschiedenen Stücke sind durch Gesang verbunden.

Die besondere Harmonik der Wagogo verleiht dem mehrstimmigen Gesang eine besondere Schönheit. Wer genau zuhört wird bemerken, dass sich alle verwendeten Töne aus Obertönen zu einem Grundton herleiten lassen. Apropros Singen, wie Rüdiger Oppermann berichtet, singen die Frauen wortwörtlich wirklich den ganzen Tag: "Wir gehen zum Essen - sie besingen das Essen. Wir steigen in den Tour-Bus - sie besingen den Bus. Wir geben ihnen Schuhe, sie besingen die Schuhe... Dabei kommen die Frauen aus einem bitterarmen Land mit einem Pro-Kopf-Einkommen von unter 300 Dollar im Jahr. Doch sie sind fröhlich und singen ununterbrochen..." Es ist diese Unmittelbarkeit, die das Publikum tief anrührt und eine Sehnsucht hervorruft, weil uns der Zugang zu diesen Gefühlen oft verloren gegangen ist.  

 

In ihrem Heimatdorf, im zentralen Hochland Tanzanias, spielt Musik eine wesentliche Rolle. Es gibt dort ein Musikhaus, in dem sich abends nach Sonnenuntergang fast alle treffen. Statt fernzusehen oder Radio zu hören

wird in dort musiziert. Musiknächte können viele Stunden lang dauern.

Nur so kann man die ungewöhnliche Präzision und Spielfreude erklären.

Es steckt andauerndes Üben und tägliche Praxis dahinter. Diese Menschen

sind geradezu süchtig nach Musik, es ist ihr Lebenselexier.
Und natürlich dürfen da auch Männer mitspielen - aber nicht auf den Trommeln, die sind den Frauen vorbehalten.

 

HAJNALKA PÉTER Bulgarien

 

Mit außergewöhnlicher Stimme bezirzt die ungarisch-bulgarische Sängerin mit dem Charisma zwischen Diva und Paradiesvogel. Beispielsweise, indem sie eine Ballade im Siebener-Takt mit zeitgenössischen Sounds mischt. Wild und hypnotisch.

Musikalisch bereist die Sängerin ganze Kontinente. Sie mischt amerikanischen Folk mit dem Sound des Balkans und Arabiens, bringt Musikwelten zusammen und erzählt mit ihrer Stimme, was Worte allein nicht auszudrücken vermögen.

 

Es sind die Lieder eines interkulturellen Lebens: stimmgewaltig, direkt, persönlich, magisch und charismatisch. Eine Konzertbesucherin beschrieb

den Eindruck, den die Sängerin bei ihr hinterließ, so:


"Ich kenne kaum eine Sängerin, die so ausdrucksstark ist, gesanglich und auch die Mimik betreffend. Aus ihrem Gesicht scheint im einen Moment die schöne stolze Orientalin zu sprechen und im nächsten das uralte, schwarz gewandete Mütterchen. Hajnalka haucht, schreit, jammert und jubelt uns von Arabien nach Bulgarien und noch weiter. Ein kleiner Ausflug in Bob Dylans Amerika ist aber auch drin: Bei ´One More Cup´ musste ich weinen..."

 

AREZZOO REZWANI

Iran


Die aus dem Iran stammende Musikerin

ist nicht nur eine herausragende Solistin auf der Santur (ein 72-saitiges Hackbrett) sie hat auch eine bewegende Geschichte zu erzählen.
"Das mit der Santur und mir war eigentlich ein Unfall. Mit 18 wollte ich unbedingt ein Instrument lernen, und mein Vater willigte ein, aber es sollte nicht zu teuer sein."

Über die Vermittlung eines Cousins kam sie an ein preiswertes Exemplar und war sofort Feuer und Flamme.

 

"Ich habe jeden Tag acht Stunden im Keller gesessen und geübt.

Und mein Vater dachte sich: Was passiert da eigentlich mit meiner Tochter?"

Nach neun Monaten gab sie ihr erstes Konzert und spielte bereits Literatur

für Fortgeschrittene. Der Weg zur Musikhochschule war vorgezeichnet ...


Die Santur ist sicherlich eine der verfeinerten Varianten aus der weltweit existierenden Hackbrettfamilie. "Die ersten Schritte sind leicht, aber nach

ein paar Monaten merkt man, dass sie schwieriger zu beherrschen ist als andere Instrumente" sagt Rezvani. "Allein das Stimmen ist Mathematik, Santurspieler brauchen viel Geduld. Und die Kunst ist, die Sensibilität vom Kopf über die Hämmerchen auf die Saiten zu übertragen, da man ja nicht direkt mit den Fingern spielt."

 

Nur wenige wirkliche Meister gibt es im Iran, wie zum Beispiel Rezvanis

Lehrer Ardavan Kamkar. In der klassischen persischen Musik wird die Santur eingesetzt, man kann mit ihr aber auch zum Tanz aufspielen, in einem eher volkstümlichen Kontext. Arezoo Rezvani ist nicht die einzige Frau an der Santur, aber auf diesem hohen professionellen Level dürfte sie führend sein. Und genau damit fingen die Probleme an:

"Ich komme aus Isfahan, in der Stadt hat die Religion Priorität. Alles, was mit Frauen in der Musik zu tun hat, ist mit Verboten belegt. Sie dürfen Konzerte

im privaten Rahmen geben, wenn sie unter sich sind. Aber eine Frau auf der öffentlichen Bühne, egal, ob solo, ob in einem Frauenensemble oder mit Männern, das ist unmöglich."
Allein der Unterricht wurde ihr gestattet, darüber hinaus glich ihre Karriere einem täglichen Kampf. Ganz allein organisierte sie Konzerte mit Frauen-

ensembles, versuchte die Behörden zu gewinnen, doch am Ende stand stets das Verbot. Um ihre Musik spielen zu können, musste sie permanent sechsstündige Fahrten ins etwas liberalere Teheran in Kauf nehmen, wo es aber auch Restriktionen gab. Da sie mit Künstlern des Staatsfeindes Israel

auf der Bühne war, fing man an, sie zu beobachten und zu dransalieren. "Meine Musik starb", sagt Rezvani, und entschloss sich zu einer Übersiedlung. "Ich wollte frei sein ..."

(aus einem Interview der Badischen Zeitung)

 

ULJANA BAIBUSINOVA  Kasachstan

 

Traditionelle kasachische Musik baut

neben türkisch-persische Musikformen auf einheimische schamanischen Traditionen.

Bei Uljana Baibusinova verschmelzen der treibende Klang der von ihr gespielten Dombra mit ihrer intensiven Stimme zu einer spannenden Musik, die man mit Recht als schamanisch bezeichnen kann.


Weitere Informationen folgen...

 

RÜDIGER OPPERMANN  Deutschland

 

Er gilt als "Deut­scher Meis­ter der kel­ti­schen Har­fe" und in­ter­na­tio­nal als ei­ner der be­deu­tends­ten und in­no­va­tivs­ten Har­fe­nis­ten.

Oppermann hat die kel­ti­sche Har­fe in Deutsch­land po­pulär ge­macht und als

einer der Ersten afri­ka­ni­sche, in­di­sche und Struk­tu­ren der Mi­ni­mal-Mu­sic auf sein

In­stru­ment übert­ra­gen.

Auf jah­re­lan­gen Rei­sen durch Afri­ka und Asi­en hat er in­ten­siv die Mu­sik und das Le­ben vie­ler Völker stu­diert und mit­ge­lebt.

 

Auf über 50 veröffent­lich­ten Ton­trägern und in weit über 2.000 Kon­zer­ten

rund um den Glo­bus hat er Maßstäbe ge­setzt für Vir­tuo­sität, Schönheit des Har­fen­klangs und Mut zum Ex­pe­ri­ment.

 

Aber das ist nur die eine Seite des Rüdiger Oppermann.

Darüber hinaus hat er im Rahmen des von ihm selbst entwickelten, orga-

nisierten und verantworteten KLANGWELTEN-Festivals als rastloser spiritus rector über 32 Jahre hinweg Musikerinnen und Musiker aus aller Herren Länder nach Deutschland eingeladen, sie hier in unzähligen Konzerten präsentiert und so einen weltumspannenden kulturellen Dialog organisiert.


Auch in seiner eigenen musikalischen Arbeit spielt die Einarbeitung und Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturen eine zentrale Rolle.

Dies ist dokumentiert auf mehr als 50 CDs, in zwei Büchern und einem Dokumentarfilm.


Für seine "Verdienste um den Kulturaustausch" wurde Rüdiger Oppermann

mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

 

 

 

Eintritt: 

20,00 € | ermäßigt für Berechtige 16,00 € 

 

(Ermäßigungsberechtigt sind Menschen ohne eigenes Einkommen durch Arbeit oder Rente: Schüler | Studenten | Arbeitslose | Hartz IV-Empfänger | Dresden-Pass-Inhaber) 

 

Vorverkauf: 

zuzügl. 10% Vorverkaufsgebühren:

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N  E  W  S

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25.02.2018

Die neue Konzert- und Veran-

staltungsbroschüre ist fertig.

So - links - sieht sie aus:

 

Die nächste Ausgabe, gültig

für die Monate SEPT - NOV,

ist bereits in Planung.

 

Da die Broschüre bereits Ende Juni (also noch vor den Som-

merferien) erscheinen soll,

wird sie auch Hinweise auf Veranstaltungen in den Som-

mermonaten enthalten.

Anzeigenanfragen und -wünsche für diese kommende Ausgabe senden Sie bitte per mail an

info@mzdw.de 

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Der FOLKER wird ZWANZIG.

Wir gratulieren!

Aus diesem Anlaß durfte ich einen kleinen Beitrag schreiben. Den gibt es hier:

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20.04.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

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30.01.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

 

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08.11.2016

Straßengezwitscher e.V. und ScottyScout veröffentlichen

"ORTE DER DEMOKRATIE IN DRESDEN" - der etwas andere Dresdner Stadtführer.

Mit dabei: MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN

Wer es nachlesen will -

Klick aufs Bild!

 

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08.08.2016

Bei cybersax hat der in seine schwedische Heimat zurückgekehrte STEFAN JOHANSSON einen Abschiedsgruß hinterlassen, wobei er auch diese Konzertreihe erwähnt.

Klick aufs Foto:

"Es gibt natürlich einige Höhepunkte, aber „Musik zwischen den Welten“, die Konzertreihe von Andreas Grosse war immer ein Fest und was ganz Besonderes.

Außerdem ist es die beste Weltmusikreihe, die Deutschland zu bieten hat und es war für mich eine Ehre, dort auftreten zu dürfen."

 

Danke, Stefan, für die freundlichen Worte!
Die Freude und die Ehre, Dein Dresdner Konzertveranstalter zu sein, liegt ganz bei mir.

 

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01.10.2015

Die neue SAX ist da - mit

einem Artikel zu "10 Jahre

"Musik zwischen den Welten"

Und hinten im Heft gibt es das Plakat "Mein Name ist Mensch!" - Find ich toll!

Herzlichen Dank an die SAX!

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18.09.2015

Die zweite Auflage des Plakats Mein Name ist Mensch ist erschienen. Mit dabei sind nahezu alle Künstler, die bis Jahresende 2015 bei MZDW musizieren.

Die Plakate werden bei den Konzerten zur Mitnahme ausgelegt. Um eine Spende

wird dringend gebeten - diese kommt der Arbeit des Hilfsvereins ARCHE NOVA zugute.

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15.03.2015

Als Reaktion auf die politische Situation in Dresden entwickelte ich Ende letzten Jahres unten stehendes Plakat.

 

Die erste Auflage in Höhe von 1.000 Exenmplaren war schnell vergriffen. Zu Beginn der neuen Saison wird es eine zweite Auflage geben.

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07.03.2014

Zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Deutschland -

Von Migration und Vielfalt" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden sprach Dresdens Oberbürgermeisterin Helma

Orosz in ihrem Grußwort u.a.:


"Beispiele für ein gelungenes Miteinander gibt es jede Menge..." Die dann folgende Aufzählung einiger integrativ wirkender Projekte endet mit:
"Und so hat die Konzert-

reihe MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN das wohl treueste Stammpublikum."


Fein!

Dieser Blumenstrauß geht an SIE - an das nicht nur treueste, sondern auch freundlichste, interessierteste und überhaupt beste Publikum, welches man nur haben kann ;-)
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29.08.2013
Interview aus den DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
 

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05.11.2012

Laut Einschätzung der Musikzeitschrift FOLKER (Ausgabe 11/12 2012) präsentiert MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN "seit Jahren das beste Welt- und Folkmusik-

programm Deutschlands".  

 

Danke für die Blumen!

Der Artikel schließt mit dem

etwas tapsig formulieren Aufruf

"... wenn Ihr in der Dresdner

Kante seid, die Konzerte besuchen!"

 

Das ist sicher keine schlechte Idee, der ich mich hiermit gern anschließen möchte ...

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      MEIN NAME IST MENSCH.

Klick auf das Bild!

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01.07.2012

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