»Riot Days«
Ein Abend für die Freiheit. Für Eure und für unsere.
Die verbotenen Stimmen Russlands auf Europatournee.


PUSSY RIOT 2022 sind:

Marija Aljochina  Autorin, Schauspielerin, Sängerin
Diana Burkot  Sängerin, Schauspielerin,

           Elektronik, Schlagzeug
Olga Borisova  Schauspielerin, Sängerin
Anton Ponomarev  Saxophon

Vasily Bogatov  Video
Yury Muravitsky  Regisseur 
Alexander Tscheparukhin  Produzent, Untertitel


In den vergangenen Jahren ist viel passiert in Putins Reich. Aggressionen nach Innen und nach Außen. Im Land selbst gelang Putin eine mit aller Gewalt durchgesetzte Gleichschaltung der Gesellschaft, jeder Versuch, sich dem zu entziehen, wird als staatsfeindlich angesehen. Freie Berichterstattung und freie Meinungsäußerung sind nicht mehr möglich, Menschenrechtsorganisationen wurden verboten. Jede Form von Widerstand wurde unterbunden, oppositionelle Politiker weggesperrt oder gleich ermordet. Die Diktatoren Lenin und Stalin wurden rehabilitiert, selbst die Zarenherrschaft wird neu verklärt. Was für ein System!

Im Februar 2022 hat Putins Russland sein Nachbarland Ukraine mit aller militärischen Macht überfallen, überzieht das Land seither mit einem barbarischen Krieg, bringt Verwüstung und Tod.
Und damit nicht genug: Hochrangige russische Politiker sprechen längst von mehr, vom Baltikum, von Polen, oder gleich von einem „Eurasien von Lissabon bis Wladiwostok“. Natürlich russisch beherrscht. Das sollten wir ernst nehmen.

Und doch gibt es lautstarke und kraftvolle russische Stimmen, die Mut machen und Hoffnung geben auf ein Erwachen der russischen Zivilgesellschaft, auch wenn die Interpretinnen derzeit in ihrer Heimat weder leben noch auftreten können, deshalb in verschiedenen Ländern Europas im Exil leben.

 

 

PUSSY RIOT hat sich im März 2011 in Moskau als variable Gruppe mehrerer Frauen gegründet. In wechselnden Besetzungen erregten sie immer wieder Aufsehen mit staatlicherseits nicht genehmigten Aufführungen auf öffentlichen Plätzen.
Globale Bekanntheit erreichten sie 2012, als fünf von ihnen eine punkige Aufführung in Moskaus Erlöser-Kathedrale inszenierten. Sie wollten damit auf die enge Verbindung von Staat und orthodoxer Kirche aufmerksam machen, nicht zufällig waren beider Anführer jahrelang Mitglieder des sowjetisch-russischen Geheimdienstes KDW.

Im 2012 wurden Nadezhda
Tolokonnikova, Marija Aljochina und Jekaterina Samutsevich verhaftet und zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Es blieb nicht die einzige Strafe, die die Frauen für ihren Mut absitzen mussten.

 

Im Frühjahr 2022 gelang Marija Aljochina, verkleidet als Kurierfahrerin, in einer filmreifen Aktion die Flucht aus Russland. Gemeinsam mit ihren schon im europäischen Exil lebenden Künstlerkolleginnen musiziert und performt sie seitdem in zahlreichen Ländern Europas, um so gegen dieses menschenverachtende Regime und dessen Krieg in der Ukraine zu demonstrieren.

Ihre erste Tournee im Frühjahr
brachte ihnen neben der überwältigenden Resonanz eines euphorisch begeisterten Publikums auch weltweite mediale Aufmerksamkeit.

 

 

Mit ihren Konzerten wollen die russischen Musikerinnen die Menschen in der Ukraine in ihrem Wunsch nach Frieden, Freiheit, Demokratie unterstützen.

 

Darüber hinaus spenden sie einen großen Teil ihrer Merchandise-Einnahmen sowie einen Teil ihrer Konzert-Gage für ein Kinderkrankenhaus in der Ukraine.

Nun gehen sie wieder auf Tournee und kommen erstmals auch nach Dresden.

 

 

Presse & Medien:

Es ist eine wahrhaft respekteinflößende Power, die einem da entgegenschlägt. Das hat natürlich zu tun mit den tosenden Klanggewittern, die das Kollektiv mit Synthesizer, Saxophon und Sounds aus dem Laptop, mit Drum-Computer und Schlagzeug, entfacht. Vor allem aber liegt es an der bewundernswerten und vor allem geradezu beängstigenden Furchtlosigkeit, die Pussy Riot ausstrahlen.
 

Das Bühnenportal wird blutrot angestrahlt. Blutrot eingefärbt sind auch viele der Videobilder, die auf eine große Leinwand im Bühnenhintergrund projiziert werden. Pussy Riot erzählen noch einmal die Geschichte ihres Punk-Gebets, als sie im Februar vor zehn Jahren die Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale kaperten, um gegen Putins repressives Regime und dessen unheilige Allianz mit der russisch-orthodoxen Kirche zu protestieren.

"Maria, Gottesmutter, Jungfrau, jage Putin davon!" sangen sie damals, eine Art Exorzismus, der nun, in dieser überwältigenden Mischung aus Konzert und Kundgebung, noch einmal rituell wiederholt wird. Auf der Leinwand sind dazu Filmaufnahmen der spektakulären Aktion zu sehen, in denen die Aktivistinnen jene bunten Sturmhauben tragen, die sie auch optisch zu Ikonen des Widerstands gemacht haben. Auch auf der Bühne ziehen sie sich immer wieder solche Strumpfmasken über – in den Nationalfarben der Ukraine.

Pussy Riot berichten in zornigem Sprechgesang aus einem Land, in dem die Polizei Demonstranten die Liebe zu Mütterchen Russland mit dem Schlagstock einprügelt – auch dazu gibt es Videobilder – sowie von Haft, Hungerstreik und dem Prozess, der ihnen gemacht wurde. Nie sei sie sich ihrer so sicher gewesen, wie vor diesem Gericht, sagt Marija Aljochina, weil sie gewusst habe: Sie ist im Recht.

Da ist sie wieder: Diese schier unglaubliche Unerschrockenheit, die man Aljochina aber eben doch glaubt. Gleichwohl hat man nie das Gefühl, hier baue jemand am eigenen Heldendenkmal. Der Auftritt ist Anklage gegen Putin und Aufruf zum Ungehorsam in einem. "Jeder kann Pussy Riot sein!", heißt es. Und: "Für die Freiheit. Eure und unsere!"

Am Ende ist man als Zuschauender aufgewühlt, beschämt, verstört und euphorisiert zugleich. Weil von dieser Performance eine Kraft ausgeht, die einen glauben macht, dass sie Wladimir Putin tatsächlich in die Knie zwingen könnte. Das mag utopisch klingen. Die Unbeugsamkeit von Pussy Riot aber ist keine reine Pose, sondern höchst real.
"Putin pisst sich in die Hose", skandiert das Quartett einmal. Vor diesen Frauen muss Putin sich wirklich fürchten. Mehr kann Kunst kaum erreichen.“

BR24

„Wenn man heute bisweilen Engagement und Dringlichkeit vermissen mag in der zeitgenössischen Pop-Musik, so wird man von Pussy Riot förmlich überfahren von der Ästhetik des Widerstandes. Aus der Verachtung und dem Hass gegen das Regime schöpfen die Künstlerinnen eine unbändige Kraft, die durch Techno- und Punk-Rhythmen kanalisiert und durch laute, strenge, peitschende Sprechgesänge von Borisova und Aljochina getaktet wird.

 

Punk-Pessimismus à la »no future« gibt es bei Pussy Riot so wenig wie bloßes Entertainment. Eher lässt sich ihre Performance als Revolutions-Messe verstehen.
Die Performance wird überdies durch Revolutionsparolen und gnadenloses Putin-Bashing ergänzt.“

Neue Zürcher Zeitung

„Atemberaubend mutig wirkt das Programm der Band um Sängerin Maria Aljochina, die 2012 mit ihrem »Punk-Gebet« in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale bekannt wurde. Drei der beteiligten Frauen wurden damals zu jeweils zwei Jahren im Arbeitslager verurteilt.

Auch Wladimir Putin kommt auf die Bühne: als Pappkamerad in Sträflingskleidung.

Die weltweit bekannte Punkband Pussy Riot aus Moskau tourt mit einem Crossover aus Konzert, Kundgebung und Theater durch Deutschland, das in seiner Kraft zugleich verstörend und euphorisierend wirkt. Der Name des Ortes Butscha, bekannt geworden durch russische Gräueltaten, hallt als Schmerzensschrei über die Bühne.“

SWR 2

„Die Show misst aus, was es heißt, in einem System der Unfreiheit auf Freiheit – künstlerischer und politischer – zu beharren. Für ihre Freiheit und ihr Recht auf Protest (-kunst) nahmen Maria Aljochina und ihre Mitstreiterinnen die Unfreiheit in Kauf."
Friedrich-Naumann-Stiftung



Tickets:

Platzgruppe 1 : 32,00 | ermäßigt für Berechtigte: 26,00 Euro
Platzgruppe 1 : 26,00 | ermäßigt für Berechtigte: 20,00 Euro

 

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A K T U E L L E S

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Liebe Fans und Freunde

von David Munyon,

 

die vom Künstler selbst editierte "David-Munyon-Official-Bootleg-Collection" bekommt Zuwachs:

Im Spätsommer 2019 ist die 

"Vol. 3" erschienen; sie um-

fasst als Doppel-CD mit einer Spielzeit von 135 Minuten (!)  ein komplettes Konzert:

jenes von 2012 in der Dresdner Dreikönigskirche.

Einen kleinen Teil der Auflage habe ich mir vom Manager des Künstlers senden lassen, um sie hier den damaligen Konzertbesuchern, David Munyons Fans und Freunden zu offerieren.

 

Die Setlist ist für Davids Verhältnisse (er spielte ja nie zweimal das gleiche Konzert) durchaus ungewöhnlich:
Einige unveröffentlichte und viele extrem selten live gespielte Songs, zwei tolle Coverversionen und einige der schönsten Songs aus Davids dicken Songbüchern.

 

Reinhören? Geht mit Klick

auf das Coverfoto oben.

 

Bei Interesse :

mail an info@mzdw.de

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Der FOLKER wird ZWANZIG.

Wir gratulieren!

Aus diesem Anlaß durfte ich einen kleinen Beitrag schreiben. Den gibt es hier:

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30.01.2017

Danke, DRESDNER MORGENPOST, für die Aufmerksamkeit und die freundlichen Worte.

 

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08.11.2016

Straßengezwitscher e.V. und ScottyScout veröffentlichen

"ORTE DER DEMOKRATIE IN DRESDEN" - der etwas andere Dresdner Stadtführer.

Mit dabei: MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN

Wer es nachlesen will -

Klick aufs Bild!

 

 

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09.09.2015

Aus Anlaß des Starts in die neue Konzertsaison erschien in der Dresdner Neueste Nachrichten ein Interview.

Die Fragen stellte Beate Baum.
Wer es lesen will:
Klick auf das Bild.

 

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01.10.2015

Die neue SAX ist da - mit

einem Artikel zu "10 Jahre

"Musik zwischen den Welten"

Und hinten im Heft gibt es das Plakat "Mein Name ist Mensch!" - Find ich toll!

Herzlichen Dank an die SAX!

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18.09.2015

Die zweite Auflage des Plakats Mein Name ist Mensch ist erschienen. Mit dabei sind nahezu alle Künstler, die bis Jahresende 2015 bei MZDW musizieren.

Die Plakate werden bei den Konzerten zur Mitnahme ausgelegt. Um eine Spende

wird dringend gebeten - diese kommt der Arbeit des Hilfsvereins ARCHE NOVA zugute.

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15.03.2015

Als Reaktion auf die politische Situation in Dresden entwickelte ich Ende letzten Jahres unten stehendes Plakat.

 

Die erste Auflage in Höhe von 1.000 Exenmplaren war schnell vergriffen. Zu Beginn der neuen Saison wird es eine zweite Auflage geben.

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07.03.2014

Zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Deutschland -

Von Migration und Vielfalt" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden sprach Dresdens Oberbürgermeisterin Helma

Orosz in ihrem Grußwort u.a.:


"Beispiele für ein gelungenes Miteinander gibt es jede Menge..." Die dann folgende Aufzählung einiger integrativ wirkender Projekte endet mit:
"Und so hat die Konzert-

reihe MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN das wohl treueste Stammpublikum."


Fein!

Dieser Blumenstrauß geht an SIE - an das nicht nur treueste, sondern auch freundlichste, interessierteste und überhaupt beste Publikum, welches man nur haben kann ;-)
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29.08.2013
Interview aus den DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
 

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05.11.2012

Laut Einschätzung der Musikzeitschrift FOLKER (Ausgabe 11/12 2012) präsentiert MUSIK ZWISCHEN DEN WELTEN "seit Jahren das beste Welt- und Folkmusik-

programm Deutschlands".  

 

Danke für die Blumen!

Der Artikel schließt mit dem

etwas tapsig formulieren Aufruf

"... wenn Ihr in der Dresdner

Kante seid, die Konzerte besuchen!"

 

Das ist sicher keine schlechte Idee, der ich mich hiermit gern anschließen möchte ...

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      MEIN NAME IST MENSCH.

Klick auf das Bild!

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01.07.2012

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